Anatomie

Knieprobleme sind die häufigsten orthopädischen Fälle. Das Kniegelenk ist das breitflächigste und größte Gelenk des Körpers. Der Oberschenkelknochen (Femur), Schienbein (Tibia), Wadenbein (Fibula) und die Kniescheibe (Patella) sind die Teile, die das Kniegelenk formen.

Der Oberschenkelknochen und das Schienbein sind anatomisch nicht passend genug. Damit beide Knochen besser in Harmonie sich miteinander bewegen können, sind im Kniegelenk Meniskus, Knorpel und Bänder für den statischen Halt. Für den dynamischen Halt sorgen die Muskeln und Sehnen, die sich um das Gelenk herum befinden.

Die Menisken sind zwei halbmondförmige Knorpel, die sich im inneren und äußeren Teil des Kniegelenks befinden. Deren Aufgaben sind, die Reibungen im Knie zu verringern und als Stoßdämpfer bei Bewegungen dienen.

Das vordere Kreuzband kontrolliert die Roll-Gleit-Bewegung des Kniegelenks, damit die Stabilität besonders bei Verletzungen in manchen Sport- oder Hobbyarten weiterbestehen kann. Aber ist trotzdem einer der häufigsten Verletzungen.
Das Außenband und das Innenband des Kniegelenkes verlaufen an den äußeren Seiten. Sie schützen bei Bewegungen das Knie von Überdehnungen bei rotierenden Bewegungen und verleihen dem Knie innere und äußere Stabilität.

Ursachen

Unabhängig von Alter und Geschlecht Kniegelenkprobleme können sie auftreten.

-Alter
-Übergewicht
-Sportverletzungen
-Fuß- und Sprunggelenkprobleme
-falsche Schuhauswahl

Diagnose:

medizinische Geschichte
ärztliche Untersuchung
X-Ray , MRT, usw.

Die häufigsten Verletzungen sind;

-Meniskusverletzungen
-Vorderkreuzbandrisse
-Außenband- Innenbandverletzungen
-patellar tendinitis
-Knorpelschwund
-Arthritis

Meniskusverletzungen

Meniskus Verletzungen passieren bis zu 95 % bei non-kontakt Verletzungen, nur 5 % der Verletzungen entstehen durch Kontakt Verletzungen. Die Risse werden meistens durch redaktionelle Bewegungen hervorgerufen. Wenn die Verletzung neu ist, sind Schmerzen und Ödem zu sehen, Beeinträchtigung beim Strecken des Unterschenkels, Knien ist fast unmöglich und der Patient hat Schwierigkeiten beim  Heruntergehen von Treppen.

Behandlung:

Meniskusrisse werden oftmals durch Operationen behandelt. Wenn der Riss im äußeren Bereich ist, wo die Durchblutung des Meniskus besser ist, wird der Riss zusammengenäht. Je nach Riss, kann aber der Arzt auch entscheiden den gerissenen Teil einfach rauszunehmen (Meniskusteilresektion).

Nach Meniskusoperationen braucht der Patient eine Rehabilitationphase, weil Muskelschwund und Gelenkbeweglichkeit beeinträchtigt ist. Bei Sportlern beträgt die Phase zwischen 3 bis 4 Wochen (bei Meniskusteilresektion).

In der ersten Woche
-Schmerz und Schwellung unter Kontrolle halten
-Quadrizeps Muskelkontrolle
-Gelenkbeweglichkeit normalisieren

In der zweiten Woche
-mit Gewichthilfe für den Muskelaufbau sorgen
-mit therapeutischen Thera- Bänder Kniekontrolle
-therapeutische Fahrräder
-strammes Tempo Gehen
-sogar wenn der Patient keine Probleme hat, könnte man mit leichten und kurzen Lauf Einlagen beginnen.

In der dritten Woche
-isotonischer Muskelaufbau
-isokinetischer Muskelaufbau (Cybex Norm)
-posturale Stabilisation
-fortgeschrittene Gleichgewichtsübungen
-fortgeschrittene Laufeinlagen

In der vierten Woche

Wenn nach der ärztlichen Kontrolle alles nach Plan voranschreitet, wird je nach Sportart ein Trainingsprogramm geplant in dem der Patient die Bewegungsabläufe der Sportart trainiert. Diese Phase ist je nach Sportart und dem Zustand des Patienten unterschiedlich geplant und deswegen kann die Länge der Phase variieren.

Bei der Wiederherstellung des Meniskus müssen die oben angegebenen Rehabilitationsphasen länger eingeplant werden. Mit Absprache des Arztes (wegen der Größe des Risses, die Operationweise, usw.) ist die Rehaphase fast so kurz, wie bei Meniskusteilresektionen.

 

Knorpelschwund

Knorpel die sich İm Knie befinden, liegen unter den Meniskushalbmonden und sind dafür verantwortlich, dass die Bewegungen im Knie ungestört weitergeführt werden kann. 

Ursachen:

-Alter
-rheumatologische Ursachen
-Gewichtszunahme
-anatomisch strukturelle Veränderungen
-Kontaktverletzungen

Symptome und Beschwerden sind:

-lokale Schmerzen
-Schwellungen, die sich nach der jeweiligen Aktivität lindern
-Einschränkung der Bewegung im Kniegelenk

Der Schaden im Knorpel wir in vier Stufen erklärt;
1. Stufe: eine leichte oberflächliche Auffaserung des Kniegelenkknorpels
2. Stufe: halbschichtige Einrisse und breite Auffaserungen an der Oberfläche des
Kniegelenkknorpels
3. Stufe: tiefe, bis zum Knochen reichende Risse und Krater sowie eine starke Auffaserungen
4. Stufe: Die Knochen liegen an vielen Stellen frei –Knochenglatze – und reiben direkt aufeinander,

Versteifung des Gelenks und schmerzhaften Entzündungen, Schwellungen und
Gelenksergüssen sind zu sehen.

 

 

Diagnose

-medizinische Geschichte
-ärztliche Untersuchung
-X-Ray- und MRT- Befunde

Der schwierigste Teil des Knorpelschwundes ist, dass die Knorpel keine Durchblutung haben, sondern sich von der intraartikulären Flüssigkeit ernährt. Wenn der Knorpelschwund erst einmal angefangen hat, ist es sehr schwer dies rückgängig zu machen.

Behandlung :

Bei Stufe 1 und 2 ist es bei Schmerzen zu empfehlen, Kälteanwendungen und vom Arzt verschriebene Schmerz- und entzündungshemmende Medikamente zu benutzen. Auch Arzneimedikamente für Knorpelaufbau können benutzt werden und ein wichtiger Teil ist vom Physiotherapeuten die richtigen Übungen zu erlernen, damit der Knorpelschwund verlangsamt wird.
Bei Stufe 3 könnten intraartikuläre Injektionen und Physiotherapie beansprucht werden.

Stufe 4 

Patienten, müssen meistens nach der ärztlichen Untersuchung eine Operation durchführen lassen. Hier werden bei  der Arthroskopie Knorpelteile entfernt, die sich im Rahmen der Arthrose abgelöst haben. 

Bei Patienten unter 30 Jahren und  bei weniger als 2 cm Knorpelschwund wird eine Mikrofrakturierung durchgeführt. 

Eine andere Möglichkeit ist Knorpelzüchtung, bei dem der gezüchtete Knorpel wieder ins Knie eingesetzt wird.