Die Anatomie

Der Fuß und das Sprunggelenk sind die Gelenke, die das meiste Gewicht des Körpers tragen. Es sind viele Knochen, Bänder, Muskeln und Sehen, die dafür sorgen, dass wir richtig laufen, springen und das Gleichgewicht halten können und somit alle täglichen Aktivitäten bewältigen.

Ursachen und Risikofaktoren für die Verletzung des Fuß- und Sprunggelenkes

An erster Stelle steht die richtige Schuhauswahl. Wird eine Fußfehlstellung (pes planus=Plattfuß) diagnostiziert, so müssen Schuhe ausgewählt werden, die einen guten Halt unter der Fußsohle haben und der Absatz des Schuhes darf nicht flach sein. Ein Plattfuß kann angefangen vom Knie bis über die Hüfte und sogar bis zum Lendenwirbel eine Haltungsschädigung hervorrufen.

Gleichzeitig ist es wichtig den Sportschuh so auszuwählen, dass er zu der Sportart passt, die man ausübt.
Ein weiterer Grund für Verletzungen ist, wenn vor dem Sport die Aufwärmphase nicht richtig eingehalten wird, dadurch können Sehnenentzündungen, Verstauchungen und Knochenfrakturen herbeigeführt werden.

 

Diagnose

1.Medizinische Geschichte
2.ärztliche Untersuchung
3.x-Ray, Ultraschall, MRT

Häufig vorkommende Verletzungen an Fuß- und Sprunggelenk

•Sehnenverletzung oder –riss
•Syndesmose
•Verletzungen der Achillessehne
•Knochenbrüche
•Knochenprellungen
•Plantarfaciitis (ein starkes, faserartiges Bandgewebe auf der Unterseite des Fußes, das von der Ferse bis zur Unterseite der Zehen verläuft)
•pes planus (Plattfuß)

Knöchelverstauchungen

Knöchelverstauchung ist eine am häufigsten vorkommende Verletzung, hier entstehen Bänderverletzungen oder -risse an der Seite des Sprunggelenkes.

Der Grad der Verletzungen wird in drei Stufen eingeteilt:

Stufe 1: (1. Derece) Nur ein Band ist gedehnt (anterior talofibular ligament). Schmerzen, Empfindlichkeit und eine leichte oder gar keine Schwellung.

Stufe 2: (2.derece) Mehrere Bänder sind beeinflusst. Schmerzen, Empfindlichkeit vorhanden und Schwellung zu sehen.
Bewegungsbeeinträchtigung des Knöchels beim Gehen und Auftreten des Patienten.

Stufe 3: (3. Derce) Ein bis mehrere Bänder sind verletzt und gerissen. Das Gelenk verliert an Stabilität. Schmerzen, Empfindlichkeit, Wassereinlagerungen (Ödem) sind vorhanden und Funktionen des Gelenkes sind limitiert. Das Auftreten ist sehr schmerzhaft.

Behandlung: 

•Kaltkompressen
•Magnet Therapie, Ultraschall, TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation), Laser und u.s.w.
•Dehn- und Gleichgewichtsübungen, Kraftaufbau
•isokinetischer Muskelaufbau
•Dry Needling (trocknes Nadeln)
•Kinesiologie Tape Anwendungen

Syndesmose 

Syndesmose wird in der Literatur, als eine Form eines unechten Gelenks bezeichnet, bei der zwei Knochen durch Bindegewebe zusammengehalten werden (Bandhaft). Sie gehört damit zu den aus Bindegeweben bestehenden Knochenverbindungen.

Das Bindegewebe ist flächenhaft ausgebildet, bildet also eine mehr oder weniger breite Membran. Im menschlichen Körper befinden sich nur drei derartige Gelenke, eines davon ist das Sprunggelenk.

Das Sprunggelenk besteht aus den Syndesmosis tibiofibularis, die aus den Ligamenta tibiofibularia (3 Bänder, die den Knochen zusammenhalten) und talaren Knochen zusammengesetzt sind. Eine Verletzung des Syndesmose tritt ein, sobald ein oder mehrere Bänder beschädigt oder gerissen sind. Diese Art von Verletzung kommt sehr häufig in den Bereichen: Fußball, Ski- und athletischen Sportarten vor.

Stufe 1 (mittelstufige Verletzung)

Eines der Ligamente die an der äußeren Seite des Gelenkes sind, hat sich nur überdehnt.
Schmerzen und Schwellungen sind an der äußeren Seite zu diagnostizieren

Stufe 2 (kleiner Riss)

Das Band oder die Bänder haben nur zum Teil einen Riss.
Schmerzen und Schwellungen sind ausgeprägter und das Gelenk verliert an Stabilität.

Stufe 3 (kompletter Riss)

Auf Grund des kompletten Risses ist zwischen dem tibialen und fibularen Knochen eine Separation zu diagnostizieren.
Es entsteht ein scharfer und großflächiger Schmerz. Das Gelenk ist instabil. Der Patient kann nicht auftreten.

 

Knochenmarködem und Knochenprellungen

Schwellungen direkt am Knochen. Verursacht durch eine Verletzung oder auch durch eine tumorale Ursache. 

Ursachen

•Verletzungen
•Mikrobrüche
•Kontusionen
•Avascular necrosis (Femurkopfnekrose)
•Knochenmarködem Syndrome
•nach lokalen Operationen
•Radiotherapie

Behandlung:

•Kaltkompressen
•TENS (transkutane elektrische Nervenstimulation)
•Magnetfeldtherapie
•Laser
•Ultraschall
•Massagen