Anatomie

Das Ellenbogengelenk besteht funktionell aus drei Teilgelenken mit einer gemeinsamen Gelenkkapsel, bei denen der Oberarmknochen (Humerus) und die beiden Unterarmknochen Speiche (Radius) und Elle (Ulna) jeweils mit je einem der beiden anderen Knochen in Verbindung tritt. Der Unterarm kann im Ellenbogengelenk gegenüber dem Oberarm gebeugt und gestreckt werden. Darüber hinaus ist das Gelenk funktionell an den Umwendebewegungen durch eine komplexe Drehbewegung der Speiche der Hand  für Greifen und Fangen beteiligt. 

Ursachen

• Tragen von schweren Gewichten
• Prellungen und Verstauchungen
• Einseitige Bewegungen (wie schrauben, stricken usw.)
• Sportarten wie Tennis, Tischtennis usw.

Statistisch stärker betroffener Patientenkreis: (istatiksel olarak bu sakatlanmaya maruz kalan hasta grupları)
- Sportler mit Sportarten, zu deren Ausübung vorwiegend ein Handgerät (Schläger, Degen usw.) genutzt wird
- Maler
- Schreiner
- Hausfrauen
- Musiker
- Sekretärinnen

Diagnose:

1.medizinische Geschichte
2.ärztliche Untersuchung
3.x-Ray, Ultraschall, MRT, EMG

Häufig vorkommende Verletzungen am Ellenbogen sind:

-Epicondylitis radialis humeri (Tennisarm)
-Epicondylitis ulnaris humeri (Golferellenbogen) und Epicondylitis humeri medialis (am inneren Epikondylus des Oberarmknochens (Beuger des Handgelenks und der Finger).
-Bursitis
-Arthritis
-Knochenbrüche
-Nervenkompressionssyndrom

Tennisarm (Epicondylitis radialis humeri):

Der erste Hinweis bei der Diagnose eines Tennisarms ist die Empfindlichkeit am äußeren Rand des Ellenbogens. (lateral humeral epicondyl). Der Patient verspürt Schmerzen im Handgelenk, sobald er es versucht gegen einen Wiederstand hoch zu drücken. Der Schmerz wird zuerst im Oberarm verspürt und kann sich dann bis zum Handgelenk fortsetzen Der Schmerz führt mit der Zeit zu Muskel-schwäche, sowie Spannungsgefühl im Oberarm. 

Ursachen:

Ursache eines Tennisarms ist eine Überbelastung der Sehne. Die Schmerzen entstehen durch mikroskopisch kleine Risse in den Sehnen, welche die Muskeln mit dem Knochen verbinden. Durch die Reizung kommt es in Folge auch zu einer Entzündung im Gewebe. Menschen, die häufig ein- und dieselbe Arm- beziehungsweise Handbewegung ausführen, entwickeln leicht einen Tennisarm. 

Behandlung:

- An erster Stelle sollte der Patient für einen gewissen Zeitraum die Bewegungen vermeiden, die den Schmerz verursachen.
- ärztliche Untersuchung
- Kalt- oder Warmkompressen
- Massage ( für die Anregung der Durchblutung)
- Dry Needling (trocknes Nadeln)
- Stoßwellentherapie (EWST-Electro Schock Wave Terapy)
- Graston Technique
- Manipulation des Gelenkes
- Dehn- und Krafttraining/übungen
- Kinesiologie- Tape- Anwendungen
- ärztlich angewendete lokale Injektionen
- In manchen Fällen ist ein chirurgischer Eingriff unerlässlich, jedoch sollte nach dem Eingriff eine intensive Physiotherapie durchgeführt werden

Epicondylitis ulnaris humeri (Golferellenbogen) und Epicondylitis humeri medialis (am inneren Epicondylus des Oberarmknochens (Beuger des Handgelenks und der Finger)

Bei der Diagnose ist zum Tennisarm, wo der Schmerz außen verläuft, an der inneren Seite des Gelenkes eine Empfindlichkeit (Epicondylitis humeri medialis) festzustellen. Der Schmerz taucht mit Flexion (Beugung des Gelenkes) oder der Faustbildung der Hand auf und verläuft zur inneren Seite des Oberarms. Verzögert der Patient die Therapie kann die Muskelkraft im Oberarm oder Handgelenk nachlassen. 

Ursachen:

Eine einzige große oder auf die Zeit verteilt viele kleine Verletzungen, die während der Ausübung der immer wiederkehrenden monotonen Tätigkeit bei Sport, im Beruf oder beim Hobby entstehen. Die Position des Handgelenkes ist bei diesen Tätigkeiten nach unten gerichtet. 

Behandlung:

-An erster Stelle sollte der Patient für einen gewissen Zeitraum die Bewegungen vermeiden die den Schmerz verursachen.
-ärztliche Untersuchung
-Kalt- oder Warmkompressen
-Massage (für die Anregung der Durchblutung)
-Dry Needling (trocknes Nadeln)
-Stoßwellentherapie (EWST-Electro Schock Wave Terapy)
-Graston Technique
-Manipulation des Gelenkes
-Dehn- und Krafttraining/Übungen
-Kinesiologie- Tape -Anwendungen
-Ärztlich angewendete lokale Injektionen
-In manchen Fällen ist ein chirurgischer Eingriff unerlässlich, jedoch sollte nach dem Eingriff eine

Kubitaltunnelsyndrom

Das Kubitaltunnelsyndrom (früher auch Sulus ulnaris-Syndrom genannt) ist eine Läsion bzw. Kompression des nervus ulnaris im Ellenbogengelenksbereich. Der Patient klagt über Schmerzen am Ellenbogen, Unterarm, Handgelenk und in den Fingern, sowie Taubheitsgefühl und Schmerzempfindlichkeit. 

Ursachen:

-Verheilte Knochenbrüche in dieser Region
-Zisten im Ellenbogengelenk
-längeres Abstützen mit den Ellenbogen
-Ödem (Wasseransammlung) im Ellenbogen
-schlafen über längere Zeit mit gewinkeltem Arm

Symptome:

-Schmerzen und Taubheit, die vom Ellenbogen beginnen und bis in den Ring- und kleinen Finger reichen.
-Zunehmende Beschwerden mit Aktivitäten z.B. beim Telefonieren, Zeitunglesen usw.
-Bei längerer Nicht-Behandlung Nachlassen der Greifkraft und der Fingermuskulatur

Diagnose:

1.medizinische Geschichte
2.ärztliche Untersuchung
3.EMG

Behandlung:

-Im ersten Schritt die Flexion (Beugung) des Ellenbogens vermeiden, damit der Nerv nicht unter Druck kommt.
-Dehn- und Nerve Mobilisation
-In fortgeschrittenen Fällen muss ein chirurgischer Eingriff erfolgen, um den Druck auf die Nerven zu entlasten